Pressemitteilung

Engel Moroni nimmt Flug zum Londoner Tempel auf

LINGFIELD, SURREY, ENGLAND Als der 13-jährige Aaron Glover aus der Gemeinde Southmead in Bristol hörte, dass dem Turm des London-Tempels in England am Montag, dem 15. Dezember, eine Moroni-Statue aufgesetzt werden sollte, wurde ihm warm ums Herz. Er wusste: „Da muss ich dabei sein!“ Seine Mutter schrieb ihm eine Entschuldigung für die Schule, aber wie er die 240 Kilometer zum Tempel zurücklegen sollte, war unklar. Nun hatte Bob Horton, ebenfalls aus der Gemeinde Southmead, sich jedoch vorgenommen, zum Tempel zu fahren, um dieses „einmalige Ereignis“ für seine Enkelkinder zu filmen, und dazu Paul Webster, einen Bruder aus seiner Gemeinde, eingeladen. Dieser machte den Vorschlag, doch einen jungen Diakon mitzunehmen – Aaron Glover. Dass Aaron zum Tempel wollte, wussten die beiden gar nicht. Schließlich verfolgten die drei mit 150 weiteren Zuschauern unter bedrohlich grauem Himmel mit, wie ein Hubschrauber aus dem 95 Kilometer entfernten Buckinghamshire einflog, um die knapp zweieinhalb Meter hohe, mit Blattgold belegte Statue auf den 50 Jahre alten Tempel zu hieven. Über das zuvor aufgestellte Gerüst konnten Bauarbeiter die Spitze des 55 Meter hohen Turms erreichen und die Statue sichern. Der Verkehr auf der stark frequentierten A22, die am Tempel vorbeiführt, kam kurz zum Erliegen, als Schaulustige aus dem Auto stiegen, um einen Blick durch die Tore des Tempels zu werfen. Elder Braden Howard, Missionar in der England-Mission London Süd, sagte: „Die Figur mit der Trompete in ihren Händen drehte sich auf dem Weg zur Spitze fortlaufend um die eigene Achse, als wollte sie sagen: ,Ich bin da!‘ Das war einfach toll.“ „Es ist, als ob ein Traum wahr geworden wäre“, meinte David Scarlet aus der Gemeinde East Grinstead im Pfahl Crawley. „Solange ich in der Kirche bin, sind Wunder wahr geworden, und dies ist wieder eines.“ Mit der Aufstellung Moronis fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten für den London-Tempel, der erstmals 1958 von Präsident David O. McKay geweiht worden war und 1993 von Präsident Gordon B. Hinckley erneut geweiht wurde, ihren Abschluss. Aus Anlass des Jubiläums wurden außerdem das Gutshaus und das Besucherzentrum wiederhergerichtet, ein neues Missionsbüro auf dem Tempelgelände eingerichtet und die Herberge für die Tempelbesucher renoviert. Der Tempel folgt dem Beispiel anderer Tempel der Kirche in aller Welt – Tokio, São Paulo, Bern und Freiberg –, denen in den letzten Jahren die bekannte Figur aufgesetzt wurde. Damit geht in gewisser Weise in Erfüllung, was der Apostel Johannes schrieb: „Dann sah ich: Ein anderer Engel flog hoch am Himmel.“ Geflogen ist er allerdings. Ein Hubschrauber nahm die aus Glasfaser gefertigte Statue auf und flog sie auf den Turm hoch. Die fast zwei Meter hohe Spitze aus Massivholz, die den verkupferten Turm bis dahin zierte, hatte man abgenommen. Die übrige Turmhaube ist eine mit Kupferblech gedeckte Fachwerkkonstruktion. „Endlich ist der Tempel vollständig“, befand Rowland Elvidge, ein ehemaliger Präsident des London-Tempels in England, der die Montage vom aufgeweichten Rasen aus verfolgte. Bruder Elvidge hatte zu dem Vorhaben, dem Tempel einen Engel Moroni aufzusetzen, angeregt und auch das Genehmigungsverfahren bei den örtlichen Behörden abgewickelt. „Damit reiht sich der London-Tempel in die Familie der Tempel ein“, meinte Michael Fagg, der derzeitige Präsident des London-Tempels. Normalerweise wird der Engel Moroni mithilfe eines großen Krans auf eine Tempelspitze befördert, erklärte Carl Champagnie, der Leiter der verschiedenen Bauvorhaben auf dem Tempelgelände. Um die Spitze des Turms zu erreichen, hätte man aber einen 80-Tonnen-Kran gebraucht und damit möglicherweise Flurschaden angerichtet. Hinzu kam, dass der Hubschraubereinsatz nur einen Bruchteil eines Krans kostete. Der Bautrupp in seiner Arbeitskleidung streifte sich weiße Handschuhe über, um der empfindlichen Vergoldung der Statue nicht zu schaden. „Wir haben schon am Buckingham-Palast und an etlichen Kathedralen gearbeitet“, meinte Bob Bolton, Bauleiter aus Stone West, „aber das ist das erste Mal, dass wir es mit einem Engel zu tun hatten.“

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