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Presseaussendung

Kirchen und Religionsgemeinschaften im Dialog

Interreligiöse Zusammenarbeit mit Staat und Gesellschaft am Beispiel Innsbruck

Am 20. und 21. Mai 2026 fand an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck bereits zum 11. Mal die Tagung „Religion und Staat im Brennpunkt“ statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kirchen und Religionsgemeinschaften konstruktiv miteinander, sowie mit Staat und Gesellschaft im interreligiösen Kontext zusammenarbeiten können.

Vertreter zahlreicher religiöser Gemeinschaften präsentierten dabei ihre Perspektiven und tauschten Erfahrungen zu Themen wie Zusammenarbeit, Gemeinwohl und gesellschaftlicher Verantwortung aus.

Ein besonderer Fokus lag auf der Bedeutung des interreligiösen Dialogs, der heute auf gegenseitigem Verständnis, Respekt und gemeinsamen Werten basiert. Historisch war dieser Dialog lange durch Abgrenzung und Konflikte geprägt, hat sich jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts deutlich geöffnet.

Am Beispiel der multireligiösen Plattform Innsbruck wurde gezeigt, wie dieser Dialog konkret gelebt wird: Durch zahlreiche Begegnungen, Projekte und Kooperationen zwischen Religionsgemeinschaften sowie mit staatlichen Institutionen. Seit 2011 wurden über 120 gemeinsame Aktivitäten umgesetzt.

Der Referent der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, selbst Mitglied der Multireligiösen Plattform Innsbruck, betonte die zentralen Themen der Zusammenarbeit wie Religionsfreiheit, soziale Verantwortung und humanitäres Engagement. Die gemeinsame Grundlage bildet dabei der Einsatz für Frieden, Verständigung und das Wohl der Gesellschaft.

Ein zentraler Gedanke ist die Überzeugung, dass alle Menschen als „Kinder desselben Gottes“ betrachtet werden können, wodurch ein tieferes gegenseitiges Verständnis entsteht.